Die Fallpauschale (DRG) ist Teil des G-DRG Systems und bildet die Grundlage der Vergütung von Leistungen pro stationärem Behandlungsfall im deutschen Gesundheitssystem. Das pauschalierte Abrechnungssystem wurde 2004 verpflichtend eingeführt und im Zuge dessen die DRG als grundlegende Form der Berechnung und Vergütung von medizinischen innerklinischen Fällen implementiert.

Aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland sowie der stark anwachsenden Kosten für die Gesunderhaltung der Gesellschaft in Deutschland, wurde zur Reglementierung das aus Australien stammende A-DRG System übernommen und auf den deutschen Markt angepasst. Die bereits im Vorfeld bestehende ICD 10 und OPS Verschlüsselung, verwaltet vom DIMDI (Deutsches Institut für medizinische Dokumentation und Information) wurde seither stetig weiter ausgebaut, um den Anforderungen des G-DRG Systems in ausreichendem Maße gerecht werden zu können.

Die Einführung der Fallpauschale hatte, auch neben anderen Aspekten, etliche Schließungen von Krankenhaus Standorten zur Folge. Die Krankenhausdichte in Deutschland ist im internationalen Vergleich dennoch auch weiterhin auf den oberen Plätzen.

 

Anzahl Krankenhäuser von 2000 - 2014

Anzahl Krankenhäuser von 2000 – 2014

 

Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/2617/umfrage/anzahl-der-krankenhaeuser-in-deutschland-seit-2000/

Abrechnung einer Fallpauschale

Grundsätzlich gilt: Eine Fallpauschale wird von dem leistungserbringenden Krankenhaus, gemäß des am Tag der Aufnahme gültigen Fallpauschalenkatalog abgerechnet. Jedem Patientenfall wird nach Beendigung der stationären Versorgung eine DRG zugeordnet, welche die Höhe des Erlöses für das Krankenhaus bestimmt.

Formel zur Berechnung:

Bewertungsrelation (auch Relativgewicht) x Basisfallwert in € = Summe in €

Die Bewertungsrelation ist dem Fallpauschalenkatalog zu entnehmen, der jährlich durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (siehe auch: InEK) auf der Internetseite veröffentlicht wird.

 

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