Im deutschen Gesundheitssystem wird mit der Verweildauer, auch Aufenthaltsdauer, der gesamte Zeitraum beschrieben, in dem ein Patient stationär behandelt wird. Im Kontext des G-DRG Systems kommt ihr eine wesentliche Bedeutung zu. Die Dauer eines stationär behandelten Patienten kann Einfluss auf den Erlös einer Fallpauschale haben. Etwa wenn die untere Grenzverweildauer unterschritten (DRG Abschläge) oder die obere Grenzverweildauer überschritten (DRG Zuschläge) wird.

 

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Die Dauer des Aufenthaltes ist ausschlaggebend für die Erlöshöhe, die ein Krankenhaus mit einem Behandlungsfall erzielt.

 

Die Verweildauer einer jeden DRG ist mit einer oberen (OGV) und unteren Grenzverweildauer (UGV) sowie mit einer mittleren versehen. Zur Dokumentation wird der Aufnahmetag sowie der Entlassungstag im Grouper eingegeben. Im G-DRG System sind spezielle Ein-Belegungstag DRG definiert, deren Zuordnung abhängig von dieser Angabe ist.

 

DRG Abschlag am Beispiel der DRG L13A (2016) bei Unterschreitung der oberen Grenzverweildauer. Quelle: reimbursement.INFO

Auswirkung bei nicht Einhaltung der Verweildauer. DRG Abschlagsberechnung am Beispiel der DRG L13A (2016) bei Unterschreitung der unteren Grenzverweildauer. Quelle: reimbursement.INFO

 

Wichtig zu wissen ist, dass der Entlassungstag nicht zur Gesamtdauer des stationären Aufenthaltes hinzugerechnet werden darf. Es werden also nur volle vollendete Tage bei der Berechnung berücksichtigt.

 

Berechnung der Verweildauer im Krankenhaus

Berechnung der VD im Krankenhaus