Der Begriff Leistungserbringer (LE) steht im deutschen Gesundheitssystem für alle Personengruppen, die Leistungen in der gesundheitlichen Versorgung von Versicherten der Krankenkassen erbringen. Das vierte Kapitel des Sozialgesetzbuches V widmet sich den Beziehungen der Krankenkassen zu den Leistungserbringern und zählt die LE auf und beschreibt das Verhältnis der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu den Leistungserbringern.

Folgende Personengruppen zählen laut Gesetz zu den Leistungserbringern:

  • Vertragsärzte (§§ 77ff. SGB V)
  • Krankenhäuser (§§ 107ff. SGB V)
  • Heilmittelerbringer (§§ 124ff. SGB V)
  • Hilfsmittelerbringer (§§ 126 ff. SGB V)
  • Apotheken (§§ 129ff. SGB V)
  • sonstige Leistungserbringer (§§ 132ff. SGB V)

In der Regel sind die verschiedenen LE in Verbänden auf Landes- oder Bundesebene organisiert, sodass die unterschiedlichen Interessen vertreten werden können. Beispielhaft hierfür stehen die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV).

Das Erbringen von Leistungen ist ebenfalls streng gesetzlich geregelt und unterliegt u.a. dem Wirtschaftlichkeitsgebot und den Qualitätsvorschriften. Weiterhin können Leistungserbringer mit den Krankenkassen Einzelverträge abschließen, um individuelle Vertragsbedingungen bezogen auf die Erfordernisse aushandeln zu können.