Jeder Patientenfall ist individuell und wird dennoch über eine Pauschale berechnet. Die Pauschale bündelt Patientenfälle mit ähnlich hohem Kostenaufwand in sogenannte Diagnosis Related Groups (DRGs). Das Relativgewicht (oder auch Bewertungsrelation, Kostengewicht, Cost Weight oder Effektivgewicht) einer DRG ist ein Faktor zur Bemessung der Höhe des DRG Erlöses (Rückvergütung) und stellt die Relation des Aufwandes dar, den ein Leistungserbringer zur Behandlung eines Patienten leisten musste.

Der Durchschnittswert eines Relativgewichtes ist mit 1,0 beschrieben. Somit ist ein Patientenfall, welcher in seiner DRG Zuordnung ein höheres Relativgewicht als 1,0 aufweist, ein im Vergleich zum Durchschnitt aufwendigerer Fall. Im Umkehrschluss entspricht ein Fall mit einem niedrigeren RG einem nicht so aufwendigen Patientenfall.

 

 

Wie wird das Relativgewicht berechnet?

 

Für die Berechnung des Relativgewichts ist das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) zuständig. Das Institut ermittelt die Werte für jede einzelne DRG auf Basis der Kostendaten, die von den InEK Kalkulationskrankenhäusern jährlich übermittelt werden. So kann für jede DRG ein durchschnittlicher Gesamtkostenbetrag ausgewiesen werden. Dieser Kostenbetrag ist ausschlaggebend für die Höhe des Relativgewichts.

Die Formel zur Berechnung des RG (bis 2016) lautet wie folgt:

Diese Formel gilt sowohl für die Berechnung des RG der DRG, als auch für die Berechnung der Gewichte der einzelnen Kostenanteile Personalkosten, Sachkosten und Infrastrukturkosten.

Für die Berechnung des Relativgewichts ist das InEK zuständig. Das Institut ermittelt die Werte für jede einzelne DRG auf Basis der Kostendaten, die von den InEK Kalkulationskrankenhäusern übermittelt werden. So kann für jede DRG ein durchschnittlicher Gesamtkostenbetrag ausgewiesen werden. Dieser Kostenbetrag ist ausschlaggebend für die Höhe des Relativgewichts.

Das folgende Bild soll die Berechnung anhand der G-DRG F01C (für das Jahr 2016) verständlicher darstellen.

 

Relativgewicht berechnen - am Beispiel der G-DRG F01C

Berechnung des RG am Beispiel der G-DRG F01C für das Jahr 2016

 

Mit Inkrafttreten des Krankenhausstrukturgesetzes (KHSG) hat sich auch die Berechnung des Relativgewichts geändert (siehe Sachkostenkorrektur). So kann das RG für die gesamte DRG nicht mehr durch Division der Kosten mit der InEK Bezugsgröße berechnet werden. Stattdessen werden zwei neue Werte als Divisor verwendet:

  • Korrekturwert: monetärer Wert, der durch die Einführung der Sachkostenkorrektur für die Berechnung der Bewertungsrelation der Personal- und Infrastrukturkosten verwendet wird. Der Wert wird vom InEK ermittelt und herausgegeben.
  • Berech50: monetärer Wert, der durch die Einführung der Sachkostenkorrektur für die Berechnung der Bewertungsrelation der Sachkosten verwendet wird. Berech50 ermittelt sich wie folgt:
    • Berech50 = (geschätzter Bundesbasisfallwert 2017 + InEK Bezugsgröße 2017) x 0,5

 

Ab dem Jahr 2017 wird unter Einbezug der neuen Divisoren eine geänderte Formel zur Berechnung des RG zugrunde gelegt. Die Formel lautet:

  • RG = (Personalkosten ÷ Korrekturwert) + (Sachkosten ÷ Berech50) + (Infrastrukturkosten ÷ Korrekturwert)

 

 

Berechnung des DRG Erlöses

Durch die Ermittlung des Relativgewichtes wird einer DRG eine Gewichtung zugewiesen. Diese wird zur Berechnung des DRG Erlöses verwendet.

Detailinformationen finden Sie hier: DRG Erlös.