Kodierratgeber

 

Kodierratgeber oder Kodierleitfäden beinhalten wesentliche Informationen zur Kodierung eines medizinischen Themengebietes oder zur einem innerklinisch erbrachtem Verfahren. Sie geben Aufschluss über die Kodierung und helfen bei der Argumentation mit dem Medizincontrolling. Weiterhin unterstützen sie die Kodierfachkräfte und ermöglichen eine korrekte und schnelle Kodierung der stationären Behandlungsfälle.

 

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Eine korrekte Kodierung ist für die Leistungserbringer essentiell, um die erbrachten Leistungen in DRG Fallpauschalen System erstattet zu bekommen. Zudem ist sie für die adäquate Weiterentwicklung des G-DRG Systems durch das InEK höchst wichtig! Diese beruht auf den Leistungsdaten der Datenlieferung gem. § 21 KHEntgG sowie auf den Kostendaten der InEK Kalkulationskrankenhäuser.

 

 

Zeitpunkt der Erstellung

Nach Veröffentlichung der Definitionshandbücher des InEK sowie des OPS Kataloges vom DIMDI im Herbst eines jeden Jahres, können die aktuellen Sachverhalte eingesehen und aufbereitet werden. Optimalerweise ist der Kodierratgeber spätestens im Januar vorhanden. Die Aktualisierung erfolgt aufgrund der Systementwicklung jährlich. Zusammen mit einer individuellen Schulung des Sales-Teams gibt dieses Instrument Sicherheit in der ökonomischen Argumentation

Empfänger
Üblicherweise unterstützt der Kodierratgeber oder Kodierleitfaden die Medizincontroller bei der ersten Evaluation eines ökonomisch ausgeglichenen Einsatzes von medizinischen Verfahren. In manschen Kliniken ist auch der Einkäufer mit der Beantwortung dieser Fragestellung betraut. Auch die Ärzte interessieren sich zunehmend mehr für dieses Thema. Weiterhin dienen sie den Kodierfachkräften bei der korrekten Kodierung der angebrachten Leistungen und sichern somit die Erstattung der eingesetzten Kosten.
Ersteller

Das Außendienstpersonal (Salesteam) der medizinischen Industrie muss neben den positiven Eigenschaften des Produktes auch die Frage zur Rückvergütung des hierdurch durchgeführten Verfahrens beantworten können. Daher hat sich das Marketing der Industrieunternehmen in den vergangenen Jahren um die Erstellung eines Kodierratgebers oder Kodierleitfäden ausgeweitet.

Diese Informationsträger werden auch von medizinischen Fachgesellschaften für das jeweilige Themengebiet formuliert. Die Kodierratgeber der Industrie beschränken sich in Abgrenzung hierzu meist auf das jeweils angebotene Verfahren (Produkt). Das Reimbursement Institute unterstützt bei der Erstellung und gewährleistet durch den Einsatz qualifizierter Experten die Richtigkeit der Inhalte.

Verbreitung

Aufgrund der Vielzahl an verschiedenen Therapie- und Verfahrensformen erreichen die Krankenhäuser jedes Jahr Unmengen an solchen Prospekten. Aufgrund der Komplexität des Systems sind diese inhaltlich nicht immer korrekt, was eine zunehmend ablehnende Haltung der Empfänger verursacht. Zudem sind sie in der Gestaltung nicht einheitlich. Die unterschiedlichen Formate erschweren die Aufbewahrung, was zur Folge hat, dass sie oft nicht greifbar sind wenn sie benötigt werden. Erschwerend hinzu kommt, dass in den Abteilungen wenig Platz vorhanden ist und in der Behandlungsumgebung (z.B. OP Raum) ist eine Aufbewahrung aufgrund der Hygienevorschriften ausgeschlossen.

Alternativ zu gedruckten Kodierratgebern, gibt es eine zeitgemäße Alternative. Die extern und unabhängig geprüfte Verbindung von Produkt mit OPS / ICD-10 / ZE auf einer Onlineplattform ermöglicht allen Akteuren jederzeit und überall die wertvollen Informationen kostenfrei einzusehen. Wie geht das?

1. Produkt anlegen:

Produktname, Produktbeschreibung, Artikel- oder PZN Nummer und Herstellername. Diese Angaben dienen als Suchkriterien.

2. Fachabteilung angeben

Eine oder mehrere Fachabteilungen auswählen, für die das Verfahren (Produkt) bestimmt ist.

3. Fachinformationen hinzufügen

Hier können bereits erstellte Kodierratgeber, Kodierinformationen in PDF Format sowie andere hilfreiche Anhänge hinzugefügt werden. Dies können z. B. Studien oder Produktdatenblätter sein.

4. Kostenstelle / Kostenart

Helfe bei der Angabe der richtigen Kostenstelle- / Kostenart gemäß InEK Matrix. Dies ist insbesondere für die Kalkulationskrankenhäuser wichtig.

5. Verbindung zum Code

Verbindung zum OPS / ICD-10 (insofern ein ZE mit diesem Code in Verbindung steht, erfolgt diese automatisiert).

TIPP: Nach der Verbindung zum Code werden alle Krankenhäuser (bis auf Fachabteilungsebene) angezeigt, welche diese Kodierungen vorgenommen haben. Deutschlandweit seit 2006 aus den strukturierten Qualitätsberichten des G-BA.

6. Veröffentlichen

Diese Option beinhaltet die Prüfung der Angaben und der Verbindung zum Code. Insofern alles korrekt eingegeben wurde, werden die Daten (ausschließlich) den Leistungserbringern angezeigt.

 

 

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Deutschlandweite Informationen zur Kodierung, Rückvergütung, NUB Anträge (G-DRG System). Die Verbindungsplattform zwischen Krankenhaus und Industrie.

Kodierratgeber erstellen

Unser Experten Team berät Sie gern zu allen Fragestellungen rund um das Thema Kodierratgeber / Kodierleitfaden.

Kodieren 2.0

Produkt vs. Kodierung
+ Produktinformationen
+ Anhänge (PDF)
+ Kostenstellen-/ Kostenartenmatrix
+ OPS / ICD-10 / ZE Verbindung

Einsicht nur durch Leistungserbringer (kostenfrei)
+ immer und überall verfügbar
+ alle Kataloginformationen des InEK / DIMDI