Der DRG Erlös ist ein monetärer Wert, den ein Leistungserbringer in der stationären Versorgung für die Erbringung seiner Leistungen von den Kostenträgern erhält. Mit der DRG Vergütung werden alle, für den klinischen Leistungsfall benötigten, betrieblichen Kosten abgedeckt.

Der DRG Erlös deckt also alle kosten ab, die zur Aufrechterhaltung des Betriebes benötigt werden. Hierzu zählen Personal- und Infrastrukturkosten sowie medizinische Sachmittel.

Personalkosten = Ärztlicher Dienst, Pflegedienst, medizinisch-technischer Dienst
Sachmittel = Arzneimittel, Implantate, sonstiger medizinischer Sachbedarf
Infrastrukturkosten = medizinische und nicht medizinische Infrastruktur

Eine detailliertere Übersicht der Kostenarten und Kostenstellen erhalten Sie in unserem Glossareintarg: InEK Kostenmatrix

Mit der Einführung des Pflegebudget wird die „Pflege am Bett“ nicht mehr über die G-DRG vergütet. Die Pflege am Bett wird ab dem 01. Januar 2020 wieder per Selbstkostendeckungsprinzip pro Tag erstattet. Hierfür wurde eine Pflegeerlös Bewertungsrelation (Relativgewicht) je aG-DRG berechnet, wie die verbleibende „G-DRG“ nun bezeichnet wird. Das „a“ steht für „ausgegliedert“

Berechnung G-DRG ab 2020 unter aG-DRG und Pflegebudget

Gemäß des Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) wurde die Pflege am Bett aus der Finanzierung über G-DRGs herausgenommen. Die Erstattung erfolgt ab 2020 über ein Pflegebudget per Selbstkostendeckungsprinzip.

 

 

DRG Erlös – Berechnung

Die Berechnung des Erlöses (ohne Berücksichtigung von etwaigen Zu- oder Abschlägen) ist relativ simpel. Man benötigt zwei Werte, die miteinander multipliziert werden: das Relativgewicht und den Basisfallwert. In einer Formel ausgedrückt:

 

 

Berechnungsmodell zur Ermittlung des DRG Erlöses (Abrechnung einer Fallpauschale)

DRG Erlös – Modell zur Berechnung

 

 

Somit beträgt der Erlös aus der G-DRG A01A 103.520,21 €, welcher durch den Kostenträger an das Krankenhaus zu zahlen ist.

Von diesem Erlös sind alle Kosten abzudecken, die während der Aufenthaltsdauer eines Patienten angefallen sind. Das sind jegliche Personalkosten, aber auch Sachkosten (Material) und Infrastrukturkosten. Siehe hierzu auch: Kostenmatrix

 


 

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