Ökonomiemodell

 

Bei der Erstellung von Ökonomiemodellen werden mögliche Behandlungspfade in Bezug auf deren ökonomischen Aufwand beschrieben. Hierbei werden etablierte Standardprozeduren von neuen, bislang nicht sachgerecht über das G-DRG System vergütete Verfahren abgegrenzt.

 

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Neue innovative Verfahren benötigen Zeit, um sich in den Mechanismen des G-DRG Systems wieder zu finden. Evidenzbasierte ökonomische Vorteile können zur Überbrückung einen kostenneutralen Einsatz veranschaulichen.

 

Voraussetzungen

Lässt sich validiert nachweisen (Studien erforderlich), dass ein Verfahren einen zusätzlichen Nutzen z. B. in Form von Liegedauerverkürzung oder Komplikationsratenverminderung in Abgrenzung zur Vergleichstherapie birgt, so lässt sich dies sehr gut darstellen. Als Grundlage dienen die InEK Kostenkalulationsdaten zur Kostengewichtung der DRGs.

 

Wann sinnvoll?

Die Einbindung eines Verfahrens in das G-DRG System dauert in der Regel drei Jahre. Für diese Zeit kann man sich eines solchen Modelles bedienen.

Manche Verfahren werden aufgrund ihres Zusatznutzens auch nach längeren Antragsverfahren nicht als Trigger in das G-DRG System aufgenommen. Die Rückvergütung ergibt sich über den Zusatznutzen. Ökonomiemodelle können hier die Kosten- und Erlössituation veranschaulichen und so das „indirekte“ Reimbursement darstellen. Hier sei erwähnt, dass sich der Zusatznutzen in Form von Liegedauerverkürzung im Zeitversatz von 2 Jahren in den DRGs wiederspiegelt, insofern das Verfahren etablierte Standards großteils abgelöst hat (=Reduktion der Verweildauer). Somit ist die Dauer des Einsatzes ökonomischer Berechnungsmodelle zeitlich beschränkt.

 

Ökonomiemodell erstellen

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