OPS / ICD-10 Antrag – Grundlagen

 

Der Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) dient der Kodierung von Operationen und medizinischen Prozeduren in der stationären Versorgung sowie beim ambulanten Operieren in der Klinik.

Zusammen mit den krankheitsbezogenen Kodierungen aus dem ICD-10 Katalog sowie individuellen Patientendaten stellen sie die wesentlichen Bestandteile zur Evaluierung einer Fallpauschale (G-DRG) dar.

Das OPS / ICD-10 Vorschlagsverfahren

 

Klicken Sie sich durch die Verfahrensschritte und erhalten Sie umfassende Experteninformationen rund um das Thema OPS / ICD-10.

Wissenswertes rund um OPS / ICD-10

 

Ein ICD-10 Schlüssel oder Operationen- und Prozedurenschlüssel ist ein Code, welcher die Dokumentation einer bestimmten verschlüsselbaren Diagnose- oder Behandlungsmöglichkeit im Krankenhaus ermöglicht. Er bietet somit die Grundlage für eine Messbarkeit.

Insbesondere die OPS Klassifizierung muss vielen Anforderungen gerecht werden. Zu diesen Anforderungen zählen die ökonomischen Aspekte zur Sicherstellung des kostendeckenden Einsatzes in der deutschen Gesundheitsversorgung, die Qualitätssicherung, die medizinische Dokumentation, statistische sowie wissenschaftliche Datenlieferungen sowie Transparenz und Epidemiologie. Die OPS Klassifikation ist in folgende Kapitel unterteilt:

  • Diagnostische Maßnahmen
  • Bildgebende Diagnostika
  • Operationen
  • Medikamente
  • nicht-operative therapeutische Maßnahmen
  • ergänzende Maßnahmen

 

Einige der wichtigsten Institutionen, welche die Weiterentwicklung und Auswertung unseres Gesundheitssystems vornehmen, sind das InEK, das DIMDI sowie das IQWiG.

 

 

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Wozu dient ein OPS / ICD-10 Antrag?

 

Die Nutzung von OPS / ICD-10 Codes durch die Leistungserbringer ermöglicht die Ermittlung der Fallzahlen sowie die auf eine Prozedur oder Diagnose entfallenen Kosten. Diese Daten sind u.a. für die Anpassung der DRG Informationen, in Bezug auf die Relativgewichtspunkte, die Höhe der Kosten in den Kostenstellen- Kostenartenmatrix des InEK sowie für Verweildauergrenzen notwendig. Soll ein neues Verfahren genutzt werden, das noch keinen OPS Code besitzt, so kann dies mittels eines OPS Vorschlags beantragt werden.

 

Kostendaten

Die Kalkulation der pro Behandlungsfall entstandenen Kosten mit Zuteilung auf die jeweiligen Kostenstellen erfolgt jährlich durch das InEK. Die Grundlage hierzu liefern die rückgemeldeten Kosten- und Kodierungsdaten der InEK Kalkulationskrankenhäuser.

 

Fallzahlen

Die Notwendigkeit zur Einbindung eines OPS / ICD-10 Codes in das G-DRG System kann sich weiterhin an den rückgemeldeten Fallzahlen bemessen. Somit nimmt sie ebenfalls Einfluss auf die Entscheidung, ob eine Kodierung in den Zuordnungstabellen einer Fallpauschale aufgenommen wird. Liegen keine ausreichenden Fallzahlen oder Kostendaten vor oder ist das Verfahren einem OPS Code direkt zuordenbar (dies betrifft begleitende oder inkludierende Maßnahmen – Beispiel Wundverschluss nach Operation), so erfolgt die Vergütung über das „Gießkannenprinzip“ und kann nicht plakativ dargestellt werden. Eine sichtbare Rückvergütung kann beispielsweise über die Beeinflussung in der Zuordnungslogik einer DRG über einen OPS / ICD-10 oder über ein Zusatzentgelt erfolgen. Die Kosten für die Erbringung jeder einzelnen Leistung sind aber in jedem Fall berücksichtigt.

 

 

Wer darf OPS / ICD-10 Anträge beim DIMDI einreichen?

 

Die Vorschläge für die Erweiterung der OPS / ICD-10 Klassifikationen, sogenannte OPS / ICD-10 Änderungsvorschläge, müssen in Absprache mit mindestens einem der entsprechend zuständigen Fachverbände eingereicht werden, um dadurch die fachliche Qualität der Anträge zu garantieren. Seit dem Antragsjahr 2016 für 2017 fordert das DIMDI zusammen mit dem OPS Änderungsvorschlag auch die schriftliche Bestätigung der Abstimmung mit dem Fachverband oder der Fachgesellschaft ein.

Auch Einzelpersonen und andere Institutionen des deutschen Gesundheitswesens können Vorschläge einreichen. Diese werden allerdings gebeten, die entsprechenden Inhalte im Vorfeld mit Fachverbänden abzustimmen, da das DIMDI ansonsten einen Abstimmungsprozess einleiten muss, wodurch das Verfahren verlangsamt würde. Teilweise können die Anträge dadurch nicht mehr während des laufenden Vorschlagverfahrens abschließend bearbeitet werden und die Aufnahme kann sich um ein Jahr verzögern.

 

 

 

Antragsfristen des OPS / ICD-10 Verfahrens

 

Das Antragsverfahren wird jährlich meist Anfang Dezember eröffnet. Die Abgabefrist ist immer am letzten Tag des Monats Februar des darauffolgenden Jahres (im Schaltjahr ist dies der 29.02.).

Anträge zur Weiterentwicklung der ICD-10 Klassifikation sind deutlich seltener als die Anträge zur Weiterentwicklung des OPS Kataloges!