Allgemeine Informationen und gesetzliche Grundlagen zu NUB

Als NUB (neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, geregelt in § 6 Abs. 2 KHEntgG) bezeichnet man Therapieformen, welche neu in den Gesundheitsmarkt eingeführt wurden und somit noch nicht sachgerecht über das G-DRG System abgerechnet werden können.

Das NUB-Antragsverfahren wurde erstmalig 2005 eingeführt und realisiert seither außerbudgetär befristete, fallbezogene Entgelte nach § 4 Abs. 2 KHEntgG. Zeitlich befristet bedeutet in diesem Kontext, dass die Anträge für die geplanten anzuwendenden neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden jährlich neu einzureichen sind. Jedoch ist vor der Einreichung, spätestens bis zum 31. Oktober eines jeden Jahres zu prüfen, ob sich das zu beantragende Prozedere bereits im G-DRG System abbildet.

Insofern die Überprüfung des InEK ergibt, dass keine sachgerechte Vergütung besteht, so erhält die Methode den Status 1. Einreichende Krankenhäuser (Leistungserbringer) können in diesem Fall im darauffolgenden Jahr in die Entgeltverhandlungen mit den Kostenträgern treten. Nicht relevant ist hierbei die Art der Methode.

 

§ 137h SGB V (frühe Nutzenbewertung für Medizinprodukte)

Das am 23. Juli 2015 verabschiedete GKV-Versorgungsstärkungsgesetz beinhaltet die Rechtsnorm §137h SGB V. Diese hat den Weg der Einführung von Innovationen in den stationären Leistungssektor erheblich verändert. Für alle NUB-Anfragen, welche nach dem 01.01.2016 in den GKV Leistungskatalog aufgenommen werden sollen, ist neben dem NUB Verfahren des InEK zu prüfen, ob die neue Methode den Kriterien nach §137h SGB V unterliegt. Dieser Paragraph regelt die Medizinproduktemethoden-Bewertung neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden mit hoher Risikoklasse und wird parallel zum NUB Verfahren durch den G-BA durchgeführt.

Nicht betroffen hiervon sind:

  • NUB Vorlagen, welche vor dem 01.01.2016 an das InEK versandt und bestätigt wurden
  • Schrittinnovationen (mit Orientierung an vorhandenen Prozeduren)
  • Methoden, welche vor dem 23. Juli 2015 einen spezifischen OPS nachweisen können.

Hier erhalten Sie weiterführende Informationen zum §137h SGB V.

Im Falle von Unsicherheiten bietet der G-BA eine kostenfreie und rechtsverbindliche Beratung an. Diese gibt Aufschluss darüber, ob die Methode den Voraussetzungen nach §137h SGB V entspricht.

 

Antrag schreiben aber wie?

Wir erläutern es Ihnen ausführlich auf unserer Seite „NUB-Antrag erstellen„!

Alle anderen Informationen rund um die Erstellung eines Antrages für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden sowie Antworten auf die Fragen: Wer darf einreichen, Fristen zur Einreichung, Gründe für die Ablehnung etc., können Sie hier einsehen.

 

Kreisgrapik NUB Börse

Der NUB Antrag mit spezifischen Merkmalen zum Produkt