Das Zusatzentgelt (ZE) ist ein Entgelt, welches über eine OPS Codierung angesteuert wird.

Das ZE wird zusätzlich zu den Erlösen aus den DRGs an das Krankenhaus, nach entsprechend codierter Leistung, gezahlt. Ein ZE wird in der jährlichen Budgetverhandlung mit den Kostenträgern in Bezug auf die zu erwartende Anzahl verhandelt. Handelt es sich um ein sogenanntes unbepreistes ZE, so ist neben der zu erwartenden Menge ebenfalls die Höhe des Entgeltes zu verhandeln.

 

 

Zusatzentgelt – Wo können sie eingesehen werden?

 

Ein ZE ist im Fallpauschalenkatalog (FPK) gelistet. Gemäß des InEK müssen für die Aufnahme eines Verfahrens (Produktes) in die Liste der Zusatzentgelte folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das Auftreten in mehreren DRGs.
  • Die Leistung muss genau definierbar sein.
  • Sie muss selten vorkommen, ohne feste Zuordnung zu einer DRG.
  • Sie muss hohe Kosten verursachen.
  • Eine Schieflage bei der Leistungserbringung erzeugen.

 

 

Anzahl der Zusatzentgelte

 

Das folgende Schaubild zeigt die Anzahl der ZEs vom Jahr 2003 bis heute.

 

 

Zusatzentgelt - bepreist und unbepreist

Anzahl und Entwicklung der bepreisten und unbepreisten Zusatzentgelte von 2003 bis heute

 

 

Bepreiste und unbepreiste Zusatzentgelte

 

Ein bepreistes Zusatzentgelt ist im Fallpauschalenkatalog Anlage 2 und 5, ein unbepreistes Zusatzentgelt in der Anlage 4 und 6 aufgeführt.

Die Höhe des Zusatzentgeltes, mit dem Verlauf der Höhe der Zuwendung im Zeitverlauf sowie der zur Ansteuerung notwendigen Prozeduren (OPS) oder Diagnosen (ICD-10), kann nach Registrierung auf reimbursement.INFO kostenlos im Bereich DRG Kataloge eingesehen werden.

 

Beispiel-Zusatzentgelt ZE10 - bepreist

Darstellung eines beispielhaften, bepreisten Zusatzentgeltes

 


 

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