NUB Antragsverfahren für das Jahr 2021

InEK Datenportal für das Einreichen von NUB Anträgen vom 01. September bis 31. Oktober 2020 geöffnet!

Das NUB Verfahren endet in

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NUB Bewertung

 

Der Einsatz innovativer Verfahren im Krankenhaus hängt maßgeblich davon ab, ob ein NUB Entgelt verhandelt werden kann. Das InEK vergibt nach Prüfung der sachgerechten Vergütung einen Status für jedes eingereichte Verfahren. Parallel zum NUB Antragsverfahren durch das InEK gibt es seit 2016 eine frühe Nutzenbewertung für Hochrisikoprodukte durch den G-BA. Zudem werden alle positiv bewerteten NUB einer Kurzbegutachtung durch den MDS unterzogen. Diese Gutachten werden bei der Entgeltverhandlung zwischen Kostenträgern und Leistungserbringern herangezogen.

Das NUB Antragsverfahren

 

Klicken Sie sich durch die Verfahrensschritte und erhalten Sie umfassende Experteninformationen rund um das Thema NUB Antragsverfahren.

Statusvergabe durch das InEK

 

Die Bewertung der eingereichten NUB Anträge wird seitens des InEK bis zum Ende des Jahres vorgenommen und mit einem Status versehen. Die Veröffentlichung dieser erfolgt im Januar des Folgejahres.

Das InEK vergibt folgende Status für alle fristgerecht eingegangenen Anträge:


Status 1:
 Kriterien der NUB Vereinbarung der Vertragsparteien erfüllt.
Klartext: Das Krankenhaus kann nun in die Verhandlungen mit den Kostenträgern treten. 


Status 2:
 Kriterien der NUB Vereinbarung der Vertragsparteien nicht erfüllt.
Klartext: Eine Verhandlung mit den Kostenträger ist somit ausgeschlossen.


Status 3:
 Innerhalb der festgesetzten Frist nicht vollständig bearbeitet worden.
Klartext: Gibt es real nicht mehr -> siehe Graphik unten!


Status 4:
 Kriterien der NUB-Vereinbarung zur Bewertung nicht ausreichend dargestellt.
Klartext:  Das InEK konnte keine abschließende Aussage treffen. Im begründeten Einzelfall ist es dem Krankenhaus möglich eine Vergütungshöhe mit dem Kostenträger auszuhandeln. 

 

Gründe für eine Ablehnung

 

Grundsätzlich werden die Gründe die zu einer positiven oder negativen bewertung geführt haben nicht kommuniziert.

Das deutsche Krankenhausinstitut (DKI) hat folgende Ursachen die zu einer Ablehnung geführt haben wie folgt zusammengefasst: 

  • Es konnte eine sachgerechte Vergütung des beantragten Verfahrens innerhalb des aktuell geltenden G-DRG System nachgewiesen werden.
  • Die CE Kennzeichnung des Produktes, welches für das Verfahren eingesetzt werden soll ist zum Zeitpunkt der Beantragung nicht abgeschlossen.
  • Der Nutzen konnte nicht ausreichend belegt werden / fehlende Evidenz.
  • Begründung der Neuartigkeit des Verfahrens wurde nicht ausreichend beschrieben (Abgrenzung zum Standardverfahren).
  • Es liegt eine zu geringe Fallzahl vor.
  • Es besteht eine Einschränkung auf bestimmte Zentren mit entsprechender Spezialisierung.
zum DKI Gutachten
NUB Status seit 2005
diff. Status: Zum Beispiel Status 1 bzw. 2 mit entsprechender Fußnote
ausgesetzt: Bis zur abschließenden Entscheidung durch die Selbstverwaltungspartner nach § 17b KHG ausgesetzt

Was folgt nach dem NUB Antragsverfahren?

 

Wurde ein NUB Antrag mit einem entsprechend positivem Status bewertet, so bleibt dieser im Regelfall bis zur Einbindung bestehen.

Auf eine positiv bewertete NUB erfolgt in der Regel (nach ca. 3 Jahren) eine automatische Einbindung in eine der Rückvergütungsmechanismen des G-DRG Systems.

 

Über DRG:
In den meisten Fällen erfolgt die Erstattung über eine Fallpauschale (DRG). Die in dieser Zeit generierten Daten stellen die Grundlage zur Kalkulation / Weiterentwicklung des Systems dar.

Die Erstattung über die DRG kann auf verschiedene Weise erfolgen.

  1. Die Kosten des neuen Verfahrens konnten auf Basis der Daten in die DRG einbezogen werden. Eine Rückvergütung erfolgt über das angepasste Relativgewicht einer DRG.
  2. Der OPS Code wird als trigger eingesetzt und kann in eine höher vergütete DRG münden.
  3. Es erfolgt eine Neugestaltung / Ausdifferenzierung vorhandener Basis-DRG Gruppen.

 

Über Zusatzentgelte:
Die Aufstellung der Therapien/Verfahren welche in ein Zusatzentgelt münden, finden sich im Fallpauschalenkatalog (FPK) des jeweiligen Jahres. Diese Regelung erfolgt meist für besonders teure Therapien. Die Vergabe eines Zusatzentgeltes wird eher selten vorgenommen. Ein Zusatzentgelt ist fast immer an die Nutzung eines OPS gekoppelt. Diese OPS sind im FPK in Verbindung zum Zusatzentgelt dargestellt.

NUB Entgeltverhandlung mit den Kostenträgern

Nur diejenigen Krankenhäuser, welche innerhalb der definierten Frist einen NUB Antrag für die neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode eingereicht haben, können bei positiver Statusvergabe in die abschließenden Entgeltverhandlungen mit den Kostenträgern auf Landesebene treten.

Das genehmigte NUB Entgelt ist für jeweils ein Jahr gültig und muss jährlich bis zur Einbindung in das G-DRG System neu beantragt und verhandelt werden.

Merke: Eine positive Bewertung der neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethode führt nicht automatisch zum Verhandlungserfolg zwischen Leistungserbringer und Kostenträger (Krankenkasse). Die CE-Kennzeichnung (Mindestkriterium für die Erschließung des Krankenhausmarktes) sowie die Bewertung durch das InEK, belegen nicht die Evidenz der neu einzuführenden Behandlungsmethode!

NEU – NUB Urteil vom 05.12.2019


Quintessenz: NUBs, die einen verhandelbaren Status durch das InEK erhielten, durch das anfragende Krankenhaus eingesetzt wurden und dem folglich hieraus Kosten entstanden, sind durch die Kostenträger auszugleichen. Dies gilt für den Zeitraum ab NUB Status Veröffentlichung (i.d.R Ende Januar eines jeden Jahres) bis zum Zeitpunkt der NUB Budgetverhandlung. Eine plausible und lückenlose Dokumentation seitens der Krankenhäuser zum Grund des Einsatzes der NUB ist obligat!

 

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