Mit Inkrafttreten des Krankenhausstrukturgesetzes (KHSG) ging auch die Einführung der Sachkostenkorrektur einher. Diese Korrektur bezieht sich auf die Sachkostenanteile einer G-DRG und soll der vermeintlichen Übervergütung der Sachkosten zugunsten der Personal- und Infrastrukturkostenanteile entgegenwirken.

 

 

Gründe für die Einführung der Sachkostenkorrektur

 

Laut Gesetzgeber existiert in Deutschland ein Missverhältnis zwischen den Personal-, Sach- und Infrastrukturkosten innerhalb der Vergütung über eine Fallpauschale. Es liegt scheinbar eine Übervergütung der Sachkostenanteile vor, die zu Fehlanreizen bezüglich der Leistungserbringung führen kann.

Weiterhin bleibe bei der Ermittlung der Kosten und Bewertungsrelationen die Kalkulationslücke unberücksichtigt. Diese zweijährige Lücke entsteht durch die Erhebung der Daten im Datenerhebungsjahr (z.B. 2015) und die Veröffentlichung der Daten im Anwendungsjahr (z.B. 2017). Steigende Personalkosten und sinkende Sachkosten werden somit nicht real abgebildet.

Zudem gebe es eine sog. Hebelwirkung bei der Abrechnung der Krankenhäuser mit den Kostenträgern durch den Basisfallwert. Dieser höher liegende Wert, multipliziert mit der Bewertungsrelation, bringt den Krankenhäusern mehr Geld und entspricht nicht mehr den tatsächlich entstandenen Kosten.

Aufgrund dessen hat der Gesetzgeber sich für eine Korrektur der Sachkostenanteile zugunsten der Personal- und Infrastrukturkosten entschieden.

 

 

Ziel der Sachkostenkorrektur

 

Das Ziel der Sachkostenkorrektur ist der Abbau der vermeintlichen Übervergütung der Sachkostenanteile. Dabei steht eine Umverteilung der Kostenanteile bei gleichbleibendem DRG Erlös im Fokus: Die höheren Sachkostenanteile sollen abgesenkt werden und die Personal- sowie Infrastrukturkostenanteile sollen aufgewertet werden.

Dafür haben die Selbstverwaltungspartner auf Bundesebene zusammen mit den Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) ein Konzept entwickelt. Die Umsetzung des Konzepts erfolgt zu 50% im Jahr 2017 und zu 60% im Jahr 2018. Für alle weiteren Jahre steht eine Einigung noch aus.

 

 

Sachkostenkorrektur - Übersicht

Die Sachkostenkorrektur – Umverteilung der Vergütung der Sachkostenanteile auf die Personal- und Infrastrukturkosten

 

 

 

 


 

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