Der Landesbasisfallwert (LBFW) ist ein monetärer Wert auf Landesebene, der als Berechnungsgrundlage für die Höhe der Erlöse einzelner DRGs genutzt wird. Er wurde erstmals im Jahr 2005 für jedes einzelne Bundesland vereinbart.

 

 

Landesbasisfallwert – Rechtliche Grundlage

 

Gemäß § 10 KHEntgG wird der Basisfallwert auf Landesebene durch die Vertragsparteien bis zum 30.11. für das Folgejahr vereinbart. Dabei sind alle in § 10 Abs. 3 KHEntgG genannten Tatbestände zu berücksichtigen:

  • Veränderungsbedarf auf Grund der jährlichen Kostenerhebung und Neukalkulation, die nicht mit den Bewertungsrelationen umgesetzt werden kann
  • voraussichtliche allgemeine Kostenentwicklung
  • Möglichkeiten zur Ausschöpfung von Wirtschaftlichkeitsreserven
  • absenkend die Summe der Zuschläge
  • erhöhend die Summe der Abschläge

 

 

Berechnung des Landesbasisfallwerts

 

Seit dem 01. Januar 2010 ist der Landesbasisfallwert der einzelnen Bundesländer einzige Berechnungsgrundlage für die Höhe der DRG Erlöse.

Dieser Wert wird jährlich neu festgelegt und ist in seiner Höhe abhängig von der durch die Krankenhäuser vorauskalkulierten Gesamt-Budgetsumme. Kalkulieren alle Krankenhäuser eines Bundeslandes extrem hohe Budgets für ein Jahr, so sinkt der Landesbasisfallwert entsprechend ab. Somit ist der Basisfallwert neben der Vergabe der Relativgewichtspunkte pro DRG eine zweite Größe, welche die Erlössummen der stationären Krankenhausversorgung beeinflusst.

 

 

Landesbasisfallwert nach Bundesländern

 

Im Folgenden sind alle LBFW für das jeweilige Bundesland (Stand 13.06.2019) aufgelistet:

Landesbasisfallwerte im Jahresvergleich - seit 2010

Die Landesbasisfallwerte in Deutschland im Jahresvergleich

 

Die einzelnen Geldwerte zeigen, dass sich die Werte teilweise gleichen oder zumindest ähneln. Dies ist im Sinne des Gesetzgebers, der die Landesbasisfallwerte schrittweise an den Bundesbasisfallwert annähern will. Von 2010 bis 2014 wurde der LBFW gemäß § 10 Abs. 8 KHEntgG an einen einheitlichen Basisfallkorridor angeglichen, dessen Obergrenzen bei max. +2,5% und min. -1,25% um den Bundesbasisfallwert liegen.

Ab 2016 soll die untere Korridorgrenze bei -1,02% liegen. Eine vollständige Angleichung wurde jedoch bisher nicht erreicht.

 


 

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