Nach den Vorschriften des § 17b des Krankenhausfinanzierungsgesetzes werden die bundeseinheitlichen Regelungen für DRG Zuschläge und DRG Abschläge für Krankenhausleistungen durch die Vertragsparteien vereinbart.

DRG Abschläge werden bei Unterschreitung der unteren Grenzverweildauer (UGV) einer Fallpauschale (DRG) fällig. Ist. z.B. eine Fallpauschale mit einer UGV von 3 Tagen kalkuliert, der Patient verlässt jedoch bereits am 2 Tag die Klinik (der Tag der Entlassung wird nicht mitgezählt), so ist ein DRG Abschlag in der definierten Höhe vom DRG Erlös abzuziehen.

Wichtig ist zu wissen, dass der Tag der Entlassung nicht zu den gesamten Aufenthaltstagen hinzugezählt werden darf. Wird der Patient also am zweiten Tag entlassen, so ist die Verweildauer = 1 Tag.

 

DRG Abschlag am Beispiel der DRG L13A (2017) bei Unterschreitung der unteren Grenzverweildauer.

DRG Abschlag am Beispiel der DRG L13A (2017) bei Unterschreitung der unteren Grenzverweildauer.

 

Berechnung der DRG Abschläge:

1. DRG Erlös innerhalb der Verweildauergrenzen von 3 bis 17 Tagen

3.311,98 € (BFW) x 2,488 (Relativgewichtspunkte) = 8.240,21 €

2. Abschlag Berechnung:

Unterschreitung der unteren Grenzverweildauer (UGV) von zwei Tagen nach Vollendung des 1 Tages

0,431 x 2 = 0,862 Relativgewichtspunkte

3.311,98 € x 0,862 =  2.854,92 €

Ergebnis: 8.240,21 € – 2.854,93 € = 5.385,28 €