DIMDI ist die Abkürzung für das das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information und ist eine dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) unterstellte Bundesbehörde für Gesundheit mit Sitz in Köln. Das Institut fokussiert sich auf die Herausgabe von Klassifikationen zur Kodierung von Diagnosen und Operationen, sowie die Pflege von Informationssystemen für Arzneimittel und Medizinprodukte und die Bewertung von gesundheitsrelevanten Verfahren (Health Technology Assessment).

 

 

Geschichte des DIMDI

Gründung und Ziele des DIMDI

 

Das Institut wurde am 01. September 1969 als nicht-rechtsfähige Bundesanstalt gegründet und hatte zum Ziel, alle relevanten Informationen hinsichtlich der Medizin und ihren Nebengebieten zu sammeln und Interessenten zur Verfügung zu stellen. Mittels Fachbibliotheken wurden Datenbanken errichtet und Auftragsrecherchen bearbeitet. Im Jahr 1970 wurde die erste Datenbank des DIMDI ins Leben gerufen – MEDLINE. Ihr folgten weitere Datenbanken aus Medizin, Biologie und Veterinärmedizin. Ab dem Jahr 1975 konnten Forschungsinstitute selbstständig über DIMDINET wissenschaftlich recherchieren. Seit den 90er Jahren ist das Institut bis heute ein wichtiger Experte für medizinische Informationssysteme und Begriffssysteme.

 

 

Aufbau des DIMDI

Leitung und Abteilungen des DIMDI genau erklärt

 

Das Institut wird von einer/einem Direktorin/Direktor geleitet, die/der verantwortlich und repräsentativ tätig ist. Drei Abteilungen sind der/dem Direktorin/Direktor untergeordnet:

  • Abteilung D – Datenverarbeitung und Informationssysteme
  • Abteilung M – Medizinische Information
  • Abteilung V – Verwaltung

Innerhalb dieser Abteilungen wird den inhaltlichen Fragen nachgegangen, die technische Umsetzung unterstützt und das Institut organisiert (siehe Abbildung).

 

 

DIMDI Organigramm

Organisationsaufbau des DIMDI

 

 

Aufgaben des DIMDI

Welche Aufgaben und Tätigkeitsbereiche hat das DIMDI?

 

Die Aufgabenfelder des Instituts bestimmt das Bundesministerium für Gesundheit durch gesetzliche Aufträge und Verordnungen. Somit ergeben sich folgende Tätigkeitsbereiche:

  • Herausgabe von amtlichen Klassifikationen für den deutschsprachigen Raum wie ICD-10-GM, ICD-O-03, ICF und OPS zur Verschlüsselung von Diagnosen, Operationen und Prozeduren
  • Pflege von medizinischen Technologien, Nomenklaturen und Katalogen
  • Betrieb des „Informationssystems Arzneimittel“ mit Registern und Informationen des Bundes und der Länder
  • Betrieb des „Informationssystems Medizinprodukte“ mit Online-Erfassung von Anzeigen, Bescheinigungen, etc.
  • Betrieb des „Informationssystems Versorgungsdaten (Datentransparenz)“ mit pseudonymisierten Versorgungsdaten
  • Betrieb des „Informationssystems Health Technology Assessment (HTA)“ mit HTA-Berichten, Themensammlungen und Prozessmanagement
  • ergänzende Datenbanken zur öffentlichen Recherche
  • DIMDI Serviceleistungen für Betrieb und Zugriff auf Informationssysteme und Datenbanken

 

 

Das Institut veröffentlicht jährlich, in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK), die ICD-10 und OPS Kataloge, welche Grundlagen zur Ermittlung einer DRG darstellen. Auch die Vorschläge zur Weiterentwicklung von ICD-10 und OPS Kodierungen werden im Zuge des jährlichen Antragsverfahrens durch das Institut entgegengenommen, bearbeitet und ggf. in den darauffolgenden Katalogen umgesetzt.

 


 

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