Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), eine oberste Bundesbehörde der Bundesrepublik Deutschland mit Sitzen in Bonn und Berlin, ist zuständig für die Erarbeitung von Verwaltungsvorschriften, Rechtsverordnungen und Gesetzesentwürfen in den Politikfeldern Gesundheit, Prävention, Drogen/Sucht und Pflege. Sie wurde 1961 zunächst unter dem Namen „Bundesministerium für Gesundheitswesen“ gegründet und erhielt erst 2005, nach einigen Namenswechseln, ihre heutige Bezeichnung.

 

 

Aufbau des BMG

 

Das BMG ist zusammengesetzt aus verschiedenen Personen und Geschäftsbereichen. Die Leitung übernimmt der Bundesminister, gefolgt von dem beamteten Staatssekretär und den Parlamentarischen Staatssekretären. Weiterhin gibt es einen Beauftragten für die Belange von Patientinnen und Patienten sowie ein Drogenbeauftragter.

In folgenden Abteilungen ist das Ministerium gegliedert:

  • Abteilung Z – Zentralabteilung Europa und Internationales
  • Abteilung G – Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik; Telematik
  • Abteilung 1 – Arzneimittel; Medizinprodukte; Biotechnologie
  • Abteilung 2 – Gesundheitsversorgung; Krankenversicherung
  • Abteilung 3 – Gesundheitsschutz; Krankheitsbekämpfung; Biomedizin
  • Abteilung 4 – Pflegesicherung; Prävention

 

Folgende Bundesbehörden sind dem BMG nachgeordnet:

  • das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM),
  • das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR),
  • das Robert-Koch-Institut (RKI),
  • die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA),
  • das Paul-Ehrlich-Institut (PEI),
  • das Deutsche Institut für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI)

 

 

BMG - Organigramm

Organigramm des BMG

 

 

Aufgaben des BMG

 

Der Kern der Arbeit des Ministeriums liegt auf der Erarbeitung von Gesetzesentwürfen, neuen Rechtsverordnungen oder Verwaltungsvorschriften. Fokussiert wird dabei die Sicherung und Fortentwicklung der Leistungsfähigkeit der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sowie der Pflegeversicherung. Weitere Aufgabenbereiche sind:

  • Reformierung des Gesundheitssystems
  • Anpassung des Systems an sich ändernde Gegebenheiten
  • Regelung medizinischer Gebiete durch rechtliche Rahmenbedingungen wie Gesundheitsschutz, Krankheitsbekämpfung oder Biomedizin
  • Erlass von Rahmenvorschriften bezüglich Herstellung, klinischer Prüfung und Zulassung von Arzneimitteln und Medizinprodukten
  • Unterstützung der Forschung
  • Tätigkeiten in der internationalen Gesundheitspolitik
  • Rechtsaufsicht über den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)
  • Beauftragung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zur Erstellung wissenschaftlicher Gutachten
  • Beauftragung des DIMDI zur Herausgabe von amtlichen Klassifikationen

 


 

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