OPS Antrag Bewertung

 

Die Durchführung medizinischer Verfahren können den Erlös für stationär erbrachte Behandlungsfälle maßgeblich beeinflussen. Ebenso ist die Kodierung von OPS Codes die Basis für die Weiterentwicklung des G-DRG Systems. Welche Kodierungen Teil des Systems werden, entscheidet federführend das DIMDI nach einem aufwendigen Prüfverfahren.

Das OPS Vorschlagsverfahren

 

Klicken Sie sich durch die Verfahrensschritte und erhalten Sie umfassende Experteninformationen rund um das Thema OPS Antrag.

Ablauf / Bearbeitungswege eines OPS Antrages

 

Alle fristgerecht eingereichten Anträge werden federführend vom DIMDI in einem aufwendigen Bearbeitungs- und Abstimmungsprozess überarbeitet, bei Bedarf erweitert oder reduziert und im Herbst eines jeden Jahres neu herausgegeben. Dieser Prozess involviert alle Beteiligten des Entgeltsystems.

 

Eingangsphase

→ Anfang Dezember bis Ende Februar

Während dieser Phase können Vorschläge von Fachgesellschaften, Fachverbänden, Organisationen oder Einzelpersonen beim DIMDI eingereicht werden.

 

Aufbereitungsphase

→ Anfang März bis Ende April

Nach Eingang der Vorschläge werden diese zunächst gesichtet und aufbereitet. Zudem werden die Stellungnahmen der Fachgesellschaften vervollständigt.

 

Sitzungs- und Bearbeitungsphase

→ Ende April bis Juli/August

Nach dieser Aufbereitung diskutieren AG ICD und AG OPS unter Federführung des DIMDI über die Vorschläge. Nach Abstimmung mit den Fachgesellschaften sowie Entwicklern von Entgeltsystemen und Qualitätssicherungssystemen bereitet das DIMDI die Vorschläge entsprechend weiter auf. Stichtag der Konsensfindung (bei widersprüchlichen Stellungnahmen) ist der 10. Mai.

Das Kuratorium für Fragen der Klassifikation im Gesundheitswesen (KKG) setzt Arbeitsgruppen zu OPS und ICD-10 ein. Die Zielsetzung der Ergebnisse dieser Arbeitsgruppen ist, das DIMDI bei der Weiterentwicklung zu beraten. Die Ergebnisse gelten als wichtige Grundlage für oder gegen die Berücksichtigung eines OPS oder ICD-10 Antrages. Die Sitzungen erfolgen in regelmäßigen Abständen, ggf. werden erneut autorisierte Fachvertreter hinzugezogen.
Die Arbeitsgruppen setzen sich aus den folgenden Organisationen zusammen:

  • Bundesärztekammer (BÄK)
  • Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
  • Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)
  • Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband)
  • Verband der privaten Krankenversicherungen (PKV)
  • Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK)
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
  • Deutsche Rentenversicherung (DRV)
  • Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)
  • Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK)
  • Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG)
  • Institut des Bewertungsausschusses (InBA)

 

Produktions- und Publikationsphase Vorabfassung

→ Juli/August

Die Produktionsphase beginnt mit der Fertigstellung der Datenbanken, gefolgt von der Produktion und Qualitätssicherung der verschiedenen Formate der Vorabfassung.

Mitte August: Vorabfassung Systematisches Verzeichnis des OPS

 

Abschluss- und Entscheidungsphase

→ August/September

In dieser Phase erfolgen letzte Abstimmungen und Entscheidungen und es werden letzte Änderungen eingearbeitet. Die Datenbanken werden entsprechend aktualisiert.

 

Produktions- und Publikationsphase Endfassung

→ Oktober bis November

Oktober: Produktion und Qualitätssicherung der verschiedenen Formate zur Endfassung des Systematischen und Alphabetischen Verzeichnisses des OPS. Publikation: Ende Oktober/Anfang November.

 

 

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Gründe für eine Aufnahme / Ablehnung

 

Nicht jeder eingereichte Änderungsvorschlag wird vom DIMDI in das G-DRG System eingebunden. Es gibt verschiedene Aspekte, die für eine Aufnahme in die Klassifikationen spricht. Jedoch können auch Gründe aufgeführt werden, weshalb Vorschläge zur Aufnahme in die Klassifikationen abgelehnt werden.

 

Aspekte für die Aufnahme

Prozedur ist relevant aufgrund

  • ökonomischer Zwecke (DRG, EBM und andere Abrechnungssysteme) oder
  • gesetzlich vorgeschriebener externer Qualitätssicherung oder
  • der Notwendigkeit für die Kodierung ambulanter Operationen (§115b SGB V – ambulantes Operieren im Krankenhaus) oder
  • der Neuigkeit und der dementsprechend fehlenden Abbildung oder der fehlenden Differenzierung und der fehlenden Erfüllung der Punkte 1 bis 3.

Im Antragsformular werden folgende Gesichtspunkte abgefragt:

  • Relevanz (Evidenzgrad, wissenschaftlich evaluiert, etabliert etc.)
  • Häufigkeit (Anzahl betreffender Patienten / Fachabteilungen)
  • Kosten (Abgrenzung der Kosten zum gesamten Fall)
  • Unterscheidbarkeit (Abgrenzung der Kosten zur Alternativtherapie)
  • Zulassung (z.B. CE-Kennzeichnung)
  • Eigenständigkeit (in sich abgeschlossener, allein durchführbarer Prozess)

 

 

Aspekte gegen eine Aufnahme
  • Arzneimittelstoffgruppen und herstellerbezogene Medikamentenangaben
  • herstellerbezogene Materialangaben, Geräte oder Gerätetypen und / oder
  • stetig wiederkehrende und für die Untersuchung sowie Behandlung typischen Bestandteile wie z.B. Aufnahmeuntersuchungen oder Wundverschluss nach operativem Eingriff.

Eine Aufnahme kann trotz dieser Aspekte ausnahmsweise erfolgen, insofern die zwingende Notwendigkeit der Aufnahme aufgrund der Zuordnung zu den Entgeltsystemen oder aus Gründen der gesetzlich vorgeschriebenen externen Qualitätssicherung gegeben ist.

 

 

OPS / ICD-10 Bearbeitungsprozess

Übergangszeit bis zur Aufnahme

 

Für die Dauer der Prüfung, Auswertung und Einbindung eines OPS Codes in den OPS Katalog, kann ggf. eine Darstellung der Kosten-Nutzen-Relation den ökonomischen Vorteil eines Verfahrens aufzeigen. Hierfür muss das Verfahren nachweislich einen Zusatznutzen in Bezug auf Verweildauerverkürzung oder Komplikationsratenverminderung aufweisen. Diese sogenannten Ökonomiemodelle veranschaulichen den Leistungserbringern, dass unter Umständen die Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Zusatznutzens gedeckt sein können.

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