Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit Sitz in Köln wurde am 01. Juni 2004 gegründet und hat den gesetzlichen Auftrag, die Öffentlichkeit in gesundheitlichen Fragen aufzuklären. Es entstand im Zuge der Zusammenführung der einzelnen Gremien zum Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) als fachlich unabhängiges, rechtsfähiges und wissenschaftliches Institut. Es ist gesetzlich verankert in §§ 139a-c SGB V und somit für den G-BA tätig.

 

 

Wissenswertes über das IQWiG

Aufbau des IQWiG

 

Das Institut wird getragen von der „Stiftung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen“. An oberster Stelle des Instituts steht die Institutsleitung, aus einem Leiter und einem Stellvertreter besteht. Der Leitung untergeordnet sind zum einen vier Stabsbereiche und zum anderen sieben Ressorts.

Die vier Stabsbereiche:

  • Informationsmanagement
    • Unterstützung der Ressorts und der externen Sachverständigen bei der Recherche
  • Internationale Beziehungen
    • Regelung der Belange des Instituts auf internationaler Ebene
  • Qualitätssicherung
    • Qualitätssicherung der Ressortsprodukte (ressortübergreifend)
  • Recht
    • Regelung der rechtlichen Angelegenheiten

 

Die sieben Ressorts:

  • Arzneimittelbewertung
  • Nichtmedikamentöse Verfahren
  • Versorgung und Gesundheitsökonomie
  • Medizinische Biometrie
  • Gesundheitsinformation
  • Kommunikation
  • Verwaltung

Die Finanzierung des IQWiG erfolgt über die Zuschläge auf die stationäre sowie ambulante Versorgung.

 

 

Organigramm des IQWiG

IQWiG Organigramm

 

 

Aufgaben des IQWiG

 

Folgende vier Grundprinzipien sind das Kredo des Instituts: unabhängig, patientenorientiert, evidenzbasiert und transparent. Davon ausgehend ist das Institut für die Erstellung von unabhängigen, fachlichen Gutachten zuständig. Es stellt der Bevölkerung zudem allgemein verständliche Informationen über gesundheitsrelevante Themen zur Verfügung. Eine Möglichkeit des IQWiG zur Aufklärung der Öffentlichkeit mit unabhängigen und evidenzbasierten medizinischen Informationen, wird mit dem Internetauftritt Gesundheitsinformation.de erfüllt.

Im Zusammenhang mit dem Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG), das am 01. Januar 2011 in Kraft getreten ist, kann das IQWiG als unabhängiges Institut mit der Bewertung des Zusatznutzens von Arzneimitteln beauftragt werden. Allerdings dürfen nur Aufträge vom G-BA und vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) durch das IQWiG angenommen werden.

Das Institut stellt alle notwendigen Informationen zusammen, die der G-BA für seine Entscheidungen benötigt. Studien werden herausgesucht, um darauf basierend Gutachten für relevante Themen zu erstellen. Der G-BA kann diese Gutachten bei der Entscheidung mit einbeziehen. Nur der G-BA, nicht das IQWiG ist berechtigt, Entscheidungen zu treffen.

Weiterhin stellt das Institut dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) die Endfassungen der Gutachten zur Verfügung, um die Datenbanken des DIMDI zu vervollständigen.

 

Finanzierung

 

Die Finanzierung des Instituts wird in § 139c SGB V beschrieben. Dort ist festgelegt, dass sich das Institut ausschließlich über den G-BA Systemzuschlag für stationäre und ambulante medizinische Leistungen im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung finanziert, demnach aus den Beiträgen der Mitglieder aller gesetzlichen Krankenversicherungen. Der Systemzuschlag besteht einerseits aus einem Zuschlag für jeden abzurechnenden Krankenhausfall, wozu ebenso Selbstzahler gehören. Dieser Zuschlag wird jährlich vom G-BA neu festgelegt und beträgt im Jahr 2020 für den stationären Sektor 2,24 Euro pro Fall. Andererseits setzt er sich aus der Anhebung der Vergütung für ambulante vertragsärztliche und vertragszahnärztliche Versorgung zusammen. In beiden ambulanten Sektoren gilt ein Zuschlag von 6,5954479 Cent pro Fall für das Jahr 2020.

Mit dem Systemzuschlag wird jedoch nicht nur das IQWiG finanziert, sondern auch der G-BA und seit 2015 erstmals auch das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTiG). Die oben genannten Beträge verstehen sich als Gesamtbeträge pro Fall für alle drei Institutionen und werden zunächst an den G-BA entrichtet. Von dort aus werden sie an das IQWiG und IQTiG weitergeleitet.

 

Homepage des Instituts

 


 

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