Die Dauer der maschinellen Beatmung (auch künstliche Beatmung) wird in Stunden angegeben. Gemäß der Definition der deutschen Kodierrichtlinien müssen hierfür Gase mittels einer mechanischen Vorrichtung in die Lunge bewegt werden. Hierfür ist irrelevant ob es sich um eine verstärkende Unterstützung der eigenen Atemleistung oder der Ersetzung dieser handelt. Maschinell beatmete Patienten sind in der Regel intubiert oder tracheotomiert. Bei intensivmedizinisch versorgten Patienten kann eine maschinelle Beatmung auch über Mas­ken­systeme (CPAP) erfolgen, wenn diese an Stelle der bisher üblichen Intubation oder Tracheotomie eingesetzt werden.

Die Berechnungsdauer unterliegt klar definierten Regeln, welche ausführlich in den deutschen Kodierrichtlinien beschrieben sind. Etwa der Beginn oder das Ende einer Beatmung nach obiger Definition sind eindeutig beschrieben und festgelegt. Im Zuge der Groupierungsrelevanz spielt die Beatmungsdauer eine bedeutende Rolle.

So wird durch eine Langzeitbeatmung > 95 Stunden in jedem Fall eine der A-DRG (auch Beatmungs-DRG) angesteuert, irrelevant welche MDC Zuordnung im Vorfeld über die Hauptdiagnose erfolgte. Innerhalb einer zuvor definierten Basis DRG kann durch die Angabe der Beatmungsdauer auch der Schweregrad der DRG über den Ressourcenverbrauch verändert werden und zu einer Erlössteigerung führen.

Folgende Abstufungen der Beatmungsstunden sind im DRG Definitionshandbuch (Stand 2017) beschrieben, die z.T. nur in Interdependenzen zu anderen Zuordnungsmerkmalen groupierungsrelevant werden können:

> 24 Stunden

> 59 Stunden

> 72 Stunden

> 95 Stunden

> 120 Stunden

> 143 Stunden

> 179 Stunden

< 180 Stunden

> 240 Stunden

> 249 Stunden

> 263 Stunden

> 479 Stunden

> 480 Stunden

< 481 Stunden

> 499 Stunden

> 999 Stunden

> 1799 Stunden