Die Alpha-ID ist eine Identifikationsnummer für Diagnosen und ermöglicht, medizinische und alltagssprachliche Bezeichnungen zu kodieren.

 

Grundlegende Informationen zur Alpha-ID

Historie

Sie wurde erstmal 2005 vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI – seit dem Jahr 2020 Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) – Dienstsitz Köln) zunächst als Prototyp herausgegeben und basiert auf dem Alphabetischen Verzeichnis zur International Classification of Diseases (ICD-10-GM).

 

Aufbau

Eine Alpha-ID ist demnach eine fortlaufende, nicht-sprechende, stabile Identifikationsnummer, die jedem Eintrag des Alphabetischen Verzeichnisses zugeordnet ist. Somit kann der Eintrag eindeutig identifiziert werden.

Da bei der ICD-10-Klassifikation alle synonymen Bezeichnungen einer Krankheit in einem Code zusammengefasst werden, sind diese Codes oft für eine Dokumentation nicht ausreichend. Die Alpha-ID hingegen wird für jede einzelne Krankheitsbezeichnung vergeben und ermöglicht so eine differenzierte und eindeutige Dokumentation. Daher existieren rund 75.000 differenzierte Diagnosebezeichnungen, denen der passende ICD-10-Code zugeordnet ist.

 

Beispiel

Am Beispiel der Diagnose F03 – Nicht näher bezeichnete Demenz ist die Logik der Alpha-ID gut nachvollziehbar. Im Systematischen Verzeichnis existiert lediglich die Diagnosebezeichnung „Nicht näher bezeichnete Demenz“. Jedoch lässt sich diese Art von Demenz dennoch differenzieren. Die Informationen dazu befinden sich im Alphabetischen Verzeichnis. Es zeigt sich, dass es für diese Diagnose zahlreiche weitere Bezeichnungen gibt. Jedoch werden sie nur mit einer einzigen Diagnoseverschlüsselung kodiert. Deutlich genauer wird es mit der Alpha-ID. Durch die eindeutige Zuordnung einer Nummer zu einer Diagnosebezeichnung, kann die Krankheitsbezeichnung exakt angegeben werden.

 

Alpha-ID Logik

Die Logik der Alpha-ID am Beispiel der Diagnose F03.

 

Unterschiede zwischen Alpha-ID und ICD-10-GM

Die ID ist im Gegensatz zur ICD-10-GM stabil, da es für jeden Eintrag stets zwei Codes gibt: die ID und der zugehörige ICD-10-Code. Aufgrund neuer Erkenntnisse und Umstrukturierungen der ICD-Klassifikation können sich ICD-Codes ändern. Alpha-IDs hingegen bleiben unverändert und dauerhaft mit ihrem Eintrag verbunden.

Weiterhin ist die ID kumulativ. Kodierungen, die in der ICD-10-GM gestrichen werden, bleiben in der ID vorhanden, sodass jederzeit auch frühere Einträge eingesehen werden können. Das Verzeichnis wächst also stetig und wird kontinuierlich weiterentwickelt.

 


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