Der 1947 gegründete Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) mit Sitz in Köln fungiert als Interessenvertretung der privaten Kranken- und Pflegeversicherung sowie seiner weiteren Mitgliedsunternehmen.

 

Historie zur Entstehung des PKV-Verbands

Nachdem die Private Krankenversicherung (PKV) nach dem 2. Weltkrieg vollständig zusammengebrochen und in sowjetische Besatzungszone sogar vollständig verboten war, fand ab 1945 ein grundlegender Neuaufbau statt. Die verbleibenden Versicherungsunternehmen haben sich in der damaligen Bundesrepublik niedergelassen.

Die erste Zusammenkunft der privaten Krankenversicherer beschränkte sich auf diejenigen in der britischen Besatzungszone und fand im Mai 1946 erstmal in Hameln (Niedersachsen) statt. Die formale Gründung der Interessensvertretung erfolgte ein Jahr später. Als Sitz wurde damals Köln ausgewählt, wo der PKV-Verband bis heute ansässig ist. Erst zwei Jahre später, im Jahr 1949, wurde der Verband auch auf die privaten Krankenversicherer der übrigen westdeutschen Bundesländer ausgedehnt.

Mit der Einführung der Pflegeversicherung und dem darin verankerten Grundsatz „Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung“ wurde der PKV-Verband 1995 ebenso Träger der privaten Pflegeversicherung und der Verein somit ihre Interessenvertretung. Gleichzeit beschloss der Gesetzgeber, dass Bundesbahnbeamte und Postbeamte über die private Krankenversicherungsunternehmen versichert sind.

 

Aufbau

Mitglied im PKV-Verband können nur solche Unternehmen sein, die durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht oder eine Landesaufsichtsbehörde zugelassen sind und deren Geschäftsbetrieb in Deutschland ist. Heute vertritt der Verband die Interessen von 42 ordentlichen (Krankenvollversicherer) und zehn außerordentlichen (Unternehmen mit Krankenzusatzversicherung) Mitgliedern. Als verbundene Einrichtungen werden auch weiterhin die Interessen der Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten sowie die der Postbeamtenkrankenkasse vertreten.

Der Verband organisiert sich arbeitsteilig in Vorstand, Geschäftsführung, Hauptausschuss sowie Landes- und Sonderausschüsse. Der Hauptausschuss wird dabei von der Mitgliederversammlung gewählt und setzt die Richtlinien der Verbandsarbeit fest. Sein Vorsitzender sowie sechs weitere gewählte Vertreter der ordentlichen Mitglieder bilden den Vorstand. Die Geschäftsführung obliegt dem Verbandsdirektor, seinem Vertreter und sieben Bereichsgeschäftsführern.

 

Darstellung des Organigramms des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband)

Organigramm des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband)

 

Der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. kooperiert mit verschiedenen Partnern. Einer dieser Partner ist das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP), ein eigens von der Privaten Krankenversicherung im Jahr 2005 gegründetes Institut zur Forschung und Analyse mit Sitz in Köln. Unter Berücksichtigung des demografischen Wandels stehen im Fokus des WIP Forschungen und Studien zur Klärung von Finanzierungsfragen im Gesundheitswesen sowie die Versorgungsforschung und die Analyse der Konstellation aus Versicherungen, Versicherten und Leistungserbringern. Anhand von Veröffentlichungen und Beiträgen nimmt das WIP Einfluss auf das gesundheitspolitische Geschehen.

Neben dem WIP arbeitet der Verband unter anderem mit dem Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP), der MEDCOM und dem medizinischen Dienst der Privaten (MEDICPROOF) zusammen.

 

Darstellung der Partner des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband)

Partner des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband)

 

Aufgaben

Primär fungiert der Verband als Dienstleister für seine Mitglieder und vertritt deren Interessen in den verschiedenen Bereichen. Er verfasst Stellungnahmen welche die Ansichten der Branche in sozial- und ordnungspolitischen Fragen widerspiegeln. Er ist Beisitzer von Anhörungen und nimmt Einfluss auf die nationale sowie europäische Gesetzgebung. Zudem geht er einer beratenden Tätigkeit nach und steht seinen Mitgliedern bei allen Belangen zur Seite.

 


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