DRG Antrag – Grundlagen

 

DRG Anträge bzw. Änderungsvorschläge dienen der Weiterentwicklung des bestehenden G-DRG Systems und werden über das InEK Datenportal durch verschiedene Akteure des deutschen Gesundheitssystems eingereicht. Hierfür benötigt man zur Identifizierung eine IK-Nummer (Institutionskennzeichen). Somit wird ermöglicht, dass externer Sachverstand in die Weiterentwicklung des Systems implementiert werden kann.

Folgende Vorschläge können über das Datenportal an das InEK versandt werden:

  • Vorschlag zur Systementwicklung DRG
  • Vorschlag zum Zusatzentgelt
  • Vorschlag zu den Kodierrichtlinien DRG System
  • Vorschlag zur CCL Matrix
  • Vorschlag zur Kalkulation
  • sonstige Vorschläge

 

DRG Vorschlagsverfahren

Klicken Sie sich durch die Verfahrensschritte und erhalten Sie umfassende Experteninformationen rund um das Thema DRG.

 

Wissenswertes rund um DRG

 

Die Selbstverwaltungspartner haben das InEK mit der Aufgabe betraut, ein regelhaftes Verfahren für die Einbindung von medizinischem, wissenschaftlichem und weiterem externen Sachverstand für die Weiterentwicklung des G-DRG Systems durchzuführen.

Dieses Verfahren unterstützt die Fortentwicklung und Pflege, um das System an die sich stetig ändernden Begebenheiten anzupassen. Aufgrund dessen wird es auch als „lernendes System“ bezeichnet.

 

 

Wer darf DRG Anträge beim InEK einreichen?

 

Die Änderungsvorschläge sollten primär durch Organisationen und Institutionen erstellt und eingereicht werden. Dieses Vorgehen soll eine effiziente Problemerfassung gewährleisten. Einzelpersonen werden hingegen gebeten, sich mit den entsprechenden Interessenvertretungen abzustimmen.

Folgende Organisationen/Institutionen können G-DRG Änderungsvorschläge einreichen:

  • Die Träger der Selbstverwaltung (stationäre Versorgung)
  • Die medizinischen Fachgesellschaften
  • Die Bundesärztekammer
  • Der Deutsche Pflegerat
  • Der Bundesverband der Medizinproduktehersteller
  • Die Spitzenorganisation der pharmazeutischen Industrie
  • weitere Organisationen und Institutionen

Eingebrachte Vorschläge von den genannten Organisationen und Institutionen bringen Erfahrungen aus der klinischen Praxis sowie medizinisches Expertenwissen in die Weiterentwicklung ein und fördern die Aktualität des Systems.

Nach abgeschlossenen Verfahren werden die Absender der jeweils positiv bewerteten Vorschläge über die Gründe sowie den Umfang der Einbringung informiert.

 

 

Antragsfristen des DRG Verfahrens

 

Das Verfahren wird jährlich Anfang Dezember eröffnet und Ende Februar des Folgejahres (außer bei NUB) beendet. Bei einem, über das InEK Datenportal übermittelten, Vorschlag bis zum 28. Februar können Rückfragen im Falle von Unklarheiten durch das InEK zugesagt werden.

Spätanträge können noch bis zum 31. März eingereicht werden, jedoch übernimmt das InEK dann keine Gewähr zur fristgerechten Bearbeitung des Antrages.

Viel hilft viel? Dies gilt nicht beim Vorschlagverfahren! Es entsteht weder eine Priorisierung noch ein Vorteil bei inhaltlich gleichen oder textlich identischen Anträgen!

Zur Orientierung: Für die Jahre 2015 (Antragsjahr 2014) und 2016 (Antragsjahr 2015) konnten etwa 23% aller Anträge direkt oder im Sinne des Antragstellers umgesetzt werden.