Nachfolgend werden die AOP Kontextfaktoren, die für das Jahr 2026 definiert wurden, in einer Übersichtstabelle dargestellt. Durch Klick auf die Links gelangen Sie direkt zur Onlineplattform reimbursement.INFO.

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AOP Kontextfaktoren

 

Kontextfaktor Katalogbereich Anzahl Beschreibung
Beatmung generell Eine Beatmungszeit gemäß DKR von >0 Std. begründet die stationäre Durchführung einer ambulant erbringbaren Leistung.
Säuglinge bis ein Jahr Bis zur Vollendung des 1. Lebensjahres kann eine stationäre Durchführung einer Leistung begründet sein.
Kinder bis 16 Jahre OPS 6 Bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres* ist die transarterielle Linksherz-Katheteruntersuchung (OPS 1-275) UND bei Vorliegen eines angeborenen Herzfehlers (ICD Q20-Q26), begründet.
ICD 61
Komplexe Diagnosen ICD 1.473 Begleitende Diagnosen, die während des Aufenthaltes vorliegen.
Aufwändige Eingriffe OPS 5.650 Begleitende Prozeduren, die während des Aufenthaltes durchgeführt wurden.
Funktionseinschränkungen ICD 8 Schwere motorische oder kognitive Funktionseinschränkungen, die während des Aufenthaltes vorliegen.
Pflegegrad OPS 2 Bei Vorliegen eines Pflegegrades 4 – 5, ist eine stationäre Durchführung einer Leistung begründet.
Pflegegrad Kind OPS 4 Ab Beginn des 2. Lebensjahres bis Vollendung des 12. Lebensjahres UND Vorliegen eines Pflegegrades 2 – 5 ist eine stationäre Durchführung einer Leistung begründet.
OPS stationär befristet OPS 22 Für das Jahr 2026 gilt als Übergangsregelung, dass bei diesen ophthalmologischen Eingriffen eine stationäre Durchführung der Leistung begründet ist.
Katarakt OPS 48 Für das Jahr 2026 gilt als Übergangsregelung, dass bei einer ECCE (OPS 5-144) UND den nachfolgend genannten Erkrankungen, eine stationäre Durchführung der Leistung begründet ist:

  • PEX-Syndrom
  • Cataracta matura, hypermatura, nigra, intumescens
  • Hornhauterkrankungen mit deutlich reduziertem Einblick oder stark ausgeprägter Hornhautendothel-Dystrophie oder Lagophthalmus jeweils am OP Auge
  • Z. n. Glaukom-, Netzhaut- u./o.Glaskörperoperationen
  • Z. n. Keratoplastik
  • Fortgeschrittene oder schlecht einstellbare Glaukomerkrankung
  • Z. n. entzündlicher intraok. Erkr. Mit Dekompensationsgefahr u./o. Synechien
  • Z. n. Bulbustrauma
  • pathologische Myopie mit pathologischer Bulbuslänge ab 26,5 mm oder spezifischen Fundusbefunden (z. B. Dehnungsherde, Staphyloma posticum) oder Makrophthalmus
  • Kurzbau des Auges (Mikrophthalmus /Nanophthalmus)
  • Anatomische / funktionelle Unicussituation (funktionelle Einäugigkeit: Visus Partnerauge mit Korrektur < 0,2)
  • Kinder und Jugendliche (typischerweise verstärkte Entzündungsreaktion)
  • Pathologien im Linsenaufhängeapparat (z. B. Marfan -Syndrom, Lentodonesis)
  • Katarakt nach Voroperation
Augenmuskel-OP OPS 20 Für das Jahr 2026 gilt als Übergangsregelung, dass bei Operationen an den Augenmuskeln (OPS 5-10) UND den nachfolgend genannten Erkrankungen, eine stationäre Durchführung der Leistung begründet ist:

  • Lagophthalmus
  • Z. n. Bulbustrauma / Orbitatrauma
  • pathologische Myopie mit pathologischer Bulbuslänge ab 26,5 mm oder spezifischen Fundusbefunden (z. B. Dehnungsherde, Staphyloma posticum) und Makrophthalmus (Q11.3 und Q15.0)
  • Kurzbau des Auges (Mikrophthalmus /Nanophthalmus)
  • Z. n. Augenmuskel-OP am gleichen Auge
  • Operationsstrecke eines Muskels > 9 mm
  • einzeitige, beidseitige Augenmuskel-OP
  • Z. n. Skleritis
  • Anatomische / funktionelle Unicussituation
  • gleichzeitig bestehende Endokrine Orbitopathie